Tips, Tricks, Troubleshooting

Bildschirm-und Druckerschriften

Schriften werden auch gedruckt, wenn lediglich der Bildschirmfont installiert ist und die zugehörige PostScript-Schrift fehlt, was zu einem Druckergebnis mit sehr geringer Qualität führt. Die Druckerschrift kann dabei schlichtweg fehlen oder auch einfach nur am falschen Platz installiert sein, denn die Druckerschrift und der Schriftkoffer müssen im selben Ordner enthalten sein. Ordnung ist hier das halbe Leben, da einmal falsch installierte Fonts nur sehr schwer wieder zueinander finden. Einen Zusammenhang zu entdecken ist sehr schwierig, da die Bildschirmschrift beispielsweise Futura heißt, die Druckerschriften aber FuturBol oder FuturBolObl. Zudem fügen manche Schrifthersteller noch ein Kürzel ihres Firmennamens zum Namen hinzu, so gibt es beispielsweise eine ITCFutura.

Fonts in Adobe-Programmen

Die Adobe-Programme InDesign und Illustrator suchen zudem in weiteren Ordnern nach Zeichensätzen. InDesign verwendet immer auch Schriften, die im Ordner „Fonts“ innerhalb des Programmordners liegen. Neu in diesen Ordner kopierte Fonts erkennt InDesign auch ohne Neustart des Programms.

Adobe-Programme zeigen andere Fontnamen

Einige Schriften tragen in Adobe-Programmen andere Fontnamen als in anderen Anwendungen. Schuld daran ist der Postscript-Interpreter in den Adobe-Programmen InDesign, Illustrator und Photoshop. Dieser wertet nicht die definierten Menünamen aus, sondern verwendet die normalerweise nicht sichtbaren Postscript Namen.

Autoaktivierung von Fonts in Illustrator und InDesign

Der Arbeitskomfort steigt beträchtlich, wenn die in einem Dokument verwendeten Schriften beim Öffnen automatisch aktiviert werden. Das Programm Suitcase ermöglicht dies für Illustrator und InDesign. Dafür sind zwei Auto-Activation-Plug-Ins erforderlich, die den aktuellen Versionen von Suitcase beiliegen. Wenn diese genutzt werden sollen, müssen sie in den Ordner „Erweiterungen“ im Ordner „Zusatzmodule“ von Illustrator respektive InDesign kopiert werden.

Word-Dokument von Mac OS nach Windows austauschen

Manchmal sieht ein auf dem Mac erstelltes Word-Dokument unter Windows übel aus, obwohl man die gleichen Schriften installiert hat. Die Ursache dafür liegt in einem tückischen Word-Feature. Dies sorgt dafür, dass beim Öffnen eines Dokuments alle verwendeten Schriften ins Schriftmenü übernommen werden - ob die Schrift vorhanden ist oder nicht. Fehlt sie, wählt Word eine Ersatzschrift.

Leider gibt Word keinen Hinweis auf die erfolgte Ersetzung, und zu allem Überfluss kann dieses Verhalten auch nicht verhindert werden. In dieser Zwickmühle kann man sich folgendermaßen behelfen: Entweder wählt man unter Mac OS die Schnitte ebenfalls über die jeweilige Schriftfamilie plus Schnitt aus, oder man nutzt die Word Ersetzen-Funktion. Dafür klickt man zunächst in eine falsch dargestellte Textstelle. Das Schriftmenü zeigt daraufhin die fehlende Schrift an. Nun kopiert man diesen Namen, öffnet das „Ersetzen“-Fenster, und klickt dort gegebenenfalls auf den Menüpunkt „Erweitert“. Dann klickt man in das Eingabefeld von „Suchen nach“, sodass die Einfügemarke blinkt. Dort wählt man nun schließlich in der „Format“-Option die Funktion „Zeichen“, und fügt dort in das Feld „Schriftart“ den gespeicherten Schriftnamen ein. Danach klickt man in das Eingabefeld von „Ersetzen durch“ und wählt wieder „Format“, „Zeichen“ sowie die Schrift aus der Liste. Zum Abschluss muss man unter Suchrichtung die Option „gesamt“ auswählen, und „Alle ersetzen“ drücken.

Besonderheiten bei Fontnamen unter Mac OS

Mac OS X ist im Gegensatz zu Mac OS 9.x in der Lage, Fonts zu erkennen, deren Namen inklusive der Dateierweiterung länger sind als 29 Zeichen. Wer bei der Arbeit zwischen den Mac-OS-Versionen hin und her wechselt, sollte diese Tatsache bei Nichterkennen oder Verstümmelung der Fontnamen als etwaige Fehlerursache in Betracht ziehen.

Schriftfamilien unter Mac OS

Anders als unter Windows sind die meisten Schriften für Mac OS so programmiert, dass die Schnitte sowohl direkt über das Schriftmenü als auch über den Familiennamen plus Stil angewählt werden können. Allerdings gibt es auch unter Mac OS viele Fonts, die sich nur über die Schriftfamilie plus Stil selektieren lassen, denn dies ist die Vorgabe von Apple.

Ein prominenter Vertreter dieser Gattung ist die Times New Roman, die beispielsweise mit Microsofts Internet Explorer mitgeliefert wird. So zeigt ATM Deluxe fälschlicherweise nur einen Schnitt an. Wie viele Schnitte es wirklich sind, lässt sich einsehen, wenn der Name des Schnitts doppelgeklickt wird. Daraufhin erscheint ein Schriftmuster. Über das Pulldown-Menü rechts unten im oberen Abschnitt können man zum Beispiel auf Fett stellen und sehen, dass sich die Schriftinformationen und der PostScript-Name geändert haben und die Verwendung des Stils Fett auf eine andere Datei umgeschaltet hat. ATM bietet nur die Stile an, die auch definiert sind. Bei der Frutiger 45 sind dies demnach alle vier Stile, bei der Frutiger 75 nur Normal und Kursiv. Die Faustregel, dass man Schriften direkt über das Schriftmenü anwählen soll, ist also nicht falsch - nur: Der Umkehrschluss, demzufolge man nie Stile verwenden dürfte, ist nicht automatisch zulässig.

Kantenglättung bei alten TrueType-Schriften unter Windows

Unter Windows XP sollte man beim Einsatz einiger TrueType-Schriften die Standardkantenglättung einschalten. Auf diese Weise lässt sich vermeiden, dass der CIearType-Interpreter bei manchen Fonts und Punktgrößen fehlerhafte Konturen anzeigt. Um die Einstellung zu kontrollieren, klickt man unter Windows mit der rechten Maustaste auf den Desktop und geht dann über „Eigenschaften“ zum Punkt „Darstellung“, „Effekte“.

Schriftfamilien-Handling unter Windows

Falls eine bestimmte Schrift auf dem Macintosh mehr Schriftdateien anzeigt als unter Windows, liegt das daran, dass die Schriften unter Windows immer in Familien zusammengefasst werden. Hier erscheint lediglich der Familienname. Die restlichen Schnitte lassen sich über die Stile Fett und Kursiv auswählen. Wenn auf Macintosh-System also zum Beispiel „Frutiger 76 black oblique“ wählbar ist, muss man unter Windows „Frutiger SS“ wählen und diese fett und kursiv stellen.

Übrigens zeigt ATM dies unter Windows an, etwa durch den Eintrag „Frutiger 55 bold“. Im Menü erscheint jedoch nur „Frutiger 55“. Bei TrueType-Fonts kann man das nicht so deutlich sehen. Per Doppelklick auf „Frutiger LT 76 Black italic“ zeigt sich in der Schriftenliste ein Muster. Unter dem Punkt „Schriftart“ findet man den Namen, den das Menü angibt, also etwa „Times New Roman“.

Fehlende Schnitte unter Windows

Falls eine Schriftfamilie nicht exakt vier Schnitte enthält, können schnell Probleme auftreten. Die meisten Programme lassen nämlich leider die Verwendung der Stile zu, auch wenn der passende Schnitt nicht vorhanden sein sollte. Einzige prominente Ausnahmen bilden die Programme FreeHand, die Adobe-Programme und CorelDraw. Windows bastelt sich in einem solchen Fall den fehlenden Schnitt durch Manipulation des Grundschnitts selbst. Der Haken dabei ist, dass sich diese Schnitte nur auf nicht PostScript-fähigen Druckern ausgeben lassen.

Words Umgang mit nicht installierten Schriften

Ein Feature von Word ist es, alle in einem geöffneten Word-Dokument verwendeten Fonts im Schriftmenü anzuzeigen - egal, ob Sie die Schrift geladen haben oder nicht. Ist der Front nicht auf dem Rechner vorhanden, so setzt Word eine Ersatzschrift ein.

Beispiel Frutiger: Ein unter Mac OS erstelltes Dokument verwendet die Frutiger-Schnitte 55, 56, 75 und 76. Unter Windows werden die Schriften - außer jene im Schnitt 55 - falsch dargestellt, da Word beispielsweise für die Frutiger 56 die Frutiger 55 plus Fett erwartet. Die Frutiger 56 kennt das Programm nicht und verwendet daher eine Ersatzschrift. Um in einem solchen Fall zu sehen, welcher Schriftschnitt hier tatsächlich zu erwarten wäre, kann man in die entsprechende Textstelle klicken. Word zeigt dann genau den Schriftnamen an, der eigentlich an dieser Stelle auf dem Monitor erscheinen sollte.

XPress ist da schlauer: Es speichert zusätzliche Schriftinformationen, so-dass es die Frutiger 75 eines am Mac erstellten Dokuments unter Windows automatisch durch die Frutiger 55 plus Fett ersetzt.

Keine Konflikte mit ATM

Wer auf Mac OS X umsattelt, muss die Fontverwaltung wechseln, weil Adobe den Adobe Type Manager (ATM) Deluxe für das neue Mac-Betriebssystem nicht weiterentwickelt hat. Beim Wechsel von ATM Deluxe auf Suitcase kann es sein, dass Suitcase einige Schriften nicht aktivieren kann. In diesem Fall zeigt die Verwaltung die Meldung, dass es zu Konflikten mit Fonts im Zeichensatzordner des Systemordners gekommen ist. Leider führt dabei weder der Klick auf „OK“ noch der Klick auf „Ignorieren“ zu einem Ergebnis.

Die Ursachen für dieses Problem können vielfältig sein. Eine Möglichkeit ist, dass noch Voreinstellungen von ATM Deluxe auf dem Rechner existieren: Eventuell wurden darin permanente Fontsets definiert, die das System weiterhin aktiviert - egal, wo die Schriften liegen. Die Lösung ist einfach: Die entsprechenden Voreinstellungen (Preferences) im entsprechenden Ordner im Systemordner, und starten Sie Ihren Mac neu.

Fehlermeldung bei Installation eines PostScript-Fonts unter Windows 2000/XP

Wenn bei der Installation einer PostScript-Schrift die Fehlermeldung auf dem Monitor erscheint, dass aus lizenzrechtlichen Gründen die Konvertierung des Fonts in das TrueType-Format nicht zulässig ist, steht zu vermuten, dass die Installation oder Deinstallation des Adobe Type Managers fehlerhaft ist. Dies tritt oft auf, wenn man das Windows-Betriebssystem auf einem Rechner updatet, auf dem ATM 4.0 installiert ist. Sollte die genannte Meldung erscheinen und ATM 4.0 noch installiert sein, dann entfernen Sie dieses einfach. Danach verwenden Sie die Registry-(reg)-Dateien unter HKEY LOCAL MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\ Windows NT\CurrentVersion\Font Drivers und einen Schlüssel mit dem Namen „Adobe Type Manager“.

Schriftmenü zeigt Fontnummer statt des Fontnamens in OS X

Von Zeit zu Zeit sorgt Mac OS X für Überraschungen und zeigt in den Fontmenüs nicht die Schriftnamen, sondern lediglich die entsprechenden Nummern an. Meist ist in diesen Fällen die Fontcache-Datei des Systems beschädigt. Das Problem lässt sich lösen, indem die Datei mit der Bezeichnung „com.Apple.FcacheSystem Domain“ gelöscht wird. Sie befindet sich im Ordner „Caches“ im Folder „Library“ des Systemordners. Wird nach dem Löschen der Rechner neugestartet, legt Mac OS X daraufhin die Datei automatisch neu an.

Konflikte mit Helvetica vermeiden

Wer Helvetica-Zeichensätze auf der Festplatte an unterschiedlichen Stellen aufbewahrt, kann unter Mac OS X Probleme bekommen. In der neuen Version des Betriebssystems existiert im Ordner „Fonts“ im Folder „Library“ des Systemordners nämlich ein Helvetica-Font, den Mac OS X benötigt. Daher sollte dieser Font nicht gelöscht werden, sonst könnte unter anderem iCal Schwierigkeiten machen. Suitcase bietet für solche Fälle die Funktion „Überschreiben von Systemzeichensätzen zulassen“, die in den allgemeinen Voreinstellungen zu finden ist. Anstelle der von Macintosh-Betriebssystem X geforderten Helvetica greift das System dann auf die gewünschte Helvetica zu, ohne dabei den Unterschied zu bemerken.

Das Euro-Zeichen unter Mac OS

Falls eine neue PostScript-Schrift ein Euro-Zeichen haben soll, der Bildschirm aber keines anzeigt, sollte kontrolliert werden, ob die ATM-Version 4.6 installiert ist. Zeigt der Monitor das Euro-Zeichen zwar korrekt an, gibt es aber auf PostScript-Druckern nicht aus, sollte sichergestellt werden, dass der Adobe-PostScript-Druckertreiber in Version 8.7 oder höher verwenden wird. Falls als Druckertreiber der Laserwriter 8 im Einsatz ist, kann dieser mit ResEdit per Hand gepatcht werden: Hierfür sollte man zunächst eine Sicherungskopie von Laserwriter 8 machen und diese an einer sicheren Stelle abgelegt werden.

Als Nächstes öffnet man im Ordner „Systemerweiterungen“ Laserwriter 8 mit ResEdit und dann die Ressource „PRFS“ durch einen Doppelklick. Hier sind zwei Einträge zu sehen: einen für die aktuellen Druckereinstellungen und einen für die Default-Werte. Nun öffnet man nacheinander beide Einträge per Doppelklick. Ungefähr in der Mitte der jeweiligen Liste findet sich der Eintrag „Use Symbol font for Euro currency symbol“. Dieser Eintrag muss auf Null gesetzt werden.

Das Euro-Zeichen unter Windows ausgeben

Falls der Bildschirm bei einer PostScript-Schrift das Eurosymbol nicht anzeigt, kann man diesen Fehler durch die Verwendung von ATM 4.1 beheben. Allerdings kommt es ab und zu vor, dass der Monitor das Euro-Symbol einer PostScript-Schrift zwar korrekt darstellt, der PostScript-Drucker es dann aber nicht ausgibt. In diesem Fall sollten überprüft werden, ob der aktuelle Adobe-PostScript-Druckertreiber verwendet wird.

Dafür geht man nach der Installation des Treibers in „Start“, „Einstellungen“, „Drucker“ oder klickt mit der rechten Maustaste auf das Drucker-Icon und wählt „Eigenschaften“. Unter „Geräteeigenschaften“ steht im unteren Drittel der Auflistung der Punkt „Euro-Währungssymbol zu PostScript-Schriftart hinzufügen“. Dieser muss auf „Nein“ gestellt werden.

Euro-Symbol und DTPAnwendungen

Einige Windows-Anwendungen verlassen sich beim Ausgeben von PostScript-Fonts nicht aufs OS, sondern fügen einen eigenen PostScript-Code hinzu. Dazu zählen die meisten DTP-Anwendungen. Falls ein solches Programm das Euro-Zeichen nicht druckt, hilft in der Regel nur ein Update des Herstellers. In vielen Schriften - etwa von Agfa Monotype, Linotype und Bitstream - sind die Euro-Symbole doppelt enthalten, damit dieses Problem gar nicht erst auftaucht. Andere Hersteller liefern so genannte „Reserve Euros“ in getrennten Schriftschnitten, wie zum Beispiel FontShop International.

# | Letzte Änderung: 10.06.2004 | XHTML | CSS