Hints sind spezielle Instruktionen in PostScript-, TrueType- sowie OpenType-Schriften, die die Wiedergabe der Schriften bei niedriger Auflösung verbessern.
Diese Zusatzinformationen werden vom Schriftenhersteller definiert und sind keine automatischen Anweisungen an den PostScript- oder TrueType-Rasterizer.
Für Hints muss jeder einzelne Buchstabe bearbeitet werden, diesen zeitintensiven und damit teuren Aufwand machen sich meist nur große Schriftenhersteller wie Adobe, Monotype, Linotype, und dies auch nicht bei allen Schriften.
Hints können Teile von Buchstaben verschieben und verändern, damit das Zeichen auch unter schlechten Bedingungen (schlechte Auflösung) getreu wiedergegeben wird. Auf Hints wird vom Programm meist erst zugegriffen , wenn die Schriftgröße einen bestimmten Wert unterschreitet, z.B. 14 Punkt. Wenn die Outline eines Buchstabens genau zwischen zwei Pixeln des Rasters (Screen oder Ausgabegerät) liegt, würden beide Pixel verwendet werden, der Buchstabe würde also zu fett erscheinen. Die in den Hints hinterlegten Instruktionen verhindern diese Fehldarstellungen und erhalten somit weitgehend die Charakteristik der Schrift. Ohne Hints würde die Lesbarkeit einer Schrift bei einer extrem kleinen Schriftgröße wie z.B. 4 Punkt auf einem Ausgabegerät mit z.B. 2000 dpi bis zur Unkenntlichkeit leiden.
Die Buchstabenabstände zwischen bestimmten Buchstabenpaaren sind in Qualitätsschriften bereits vordefiniert, können aber im Layoutprogramm noch geändert und verbessert werden. Dieses Nachbessern kann besonders bei Versalsatz oder sehr großen Schriftgrößen notwendig werden.
Wenn der Abstand zwischen zwei Buchstaben immer gleich groß ist, so ergeben sich optisch unschöne Lücken. Diese erweisen sich beim Lesen als wahre Stolpersteine; das Auge bleibt dran hängen.
Ein bekanntes Beispiel sind die Zeichen T und e. Im Wort Text stehen T und e zu weit auseinander, da der waagerechte Balken des T den Abstand zum folgenden e bestimmt. Deshalb wird unterschnitten, d.h. das e wird ein wenig unter das T geschoben.